Die Psychologen
 
 
   
Aktuell - Suche nach einem Therapieplatz Aktuelles / Projekte:

 

Wichtige Hinweise für alle, die auf der Suche nach einem Therapieplatz sind.

Aufgrund der dramatischen Unterversorgung der Krankenversicherten im Bereich der Psychotherapie sowie der fehlenden Transparenz des Angebots, erhalten Sie hier einige hoffentlich hilfreiche Hinweise, die Ihnen helfen sollen, zu einer angemessen Behandlung zu kommen.

1. Die Therapeutensuche

Leider gibt es kaum hilfreiche Verzeichnisse der existierenden Psychotherapeuten. Weder sind daran die Kassenärztliche Vereinigung als auch die Vertragspartner der Krankenkassen oder die Krankenkassen interessiert.

Es kursieren Listen, die mehr oder minder unvollständig sind und von Verbands- und Vermarktungsinteressen gesteuert sind. Sollte Ihnen Ihr behandelnder Arzt eine solche Liste präsentieren, so nehmen Sie diese als Auszug der vorhandenen Therapeuten. Damit ist auch keine Qualitätsaussage getroffen zur Qualität der Anbieter. Uns ist leider bisher keine vollständige Liste zu Augen gekommen.

Aussagen, die nicht auf den kursierenden Listen verzeichneten Therapeuten seien schlecht ausgebildet, dürfen sie gerne als Propaganda einstufen. Wenn sie also Listen erhalten oder im Internet finden, gehen Sie von größerer Unvollständigkeit aus.

Es gibt ein Angebot der Psychotherapeutenkammern – das sogenannte. "Psychinfo“. Dieses Verzeichnis kann als Hobbyprojekt einiger Berufskollegen gewertet werden. Es ist grob unvollständig und leider auch noch dazu fehlerhaft. Zudem wird der Eindruck suggeriert, nur die dort genannten "Kassenbehandler“ seien in der Lage, mit Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung abzurechnen. Dies ist falsch!

So wie wir arbeiten viele Berufskollegen mit sehr qualifizierter Ausbildung hier im Land im sogenannten Kostenerstattungsverfahren selbstverständlich mit Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung zusammen. Hier unterstützt die Psychotherapeutenkammer das Kartell der kassenärztlichen Vereinigung zu Lasten der Versicherten. Warum dies so ist, können wir nicht nachvollziehen.

Wenn Sie also auf der Suche sind, dann nutzen Sie konsequent das Internet und recherchieren Sie alle dort auffindbaren Adressen für Ihre Region, wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse und bitten Sie um eine Liste der Vertragsbehandler für Psychotherapie – bleiben Sie hartnäckig. Es gibt einen Versorgungsauftrag, der erfüllt werden muss!

 

2. Wenn Sie dann eine Liste möglicher Psychotherapeuten haben, beginnen Sie mit der Suche:

  • Legen Sie einen großen Bogen Papier bereit und notieren Sie den Namen des Therapeuten und kontaktieren Sie ihn. Notieren Sie bitte penibel das Ergebnis.
  • War der Therapeut erreichbar, reagierte er auf Ihre Anfrage, informierte er Sie ausreichend über sein Angebot, konnte er Ihre Fragen beantworten? Konnte er Ihnen angemessene Therapietermine anbieten, berücksichtigte er Ihre zeitlichen Möglichkeiten und Mobilität? Gab es eine Aussage zu Wartezeit?
  • Falls ein konkreter Termin angeboten wird, fragen Sie nach der sicheren Möglichkeit für weitere Termine.
  • Klären Sie, ob die Methode der Therapie für Sie akzeptabel ist und lassen Sie sich nicht die Methode verordnen (Informationen zu Therapieformen finden Sie im Internet)
  • Falls keine Reaktion erfolgt oder Ablehnung – das bitte sehr genau aufschreiben.
  • Sollten Sie keinen Erfolg haben, informieren Sie Ihre Krankenversicherung mit den Fakten und verlangen Sie den Nachweis eines Behandlungsplatzes.
  • Weisen Sie die Krankenkasse auf das Kostenerstattungsverfahren hin und nötigenfalls auf unsere Homepage.
  • Bleiben Sie hartnäckig, auch wenn es schwer fällt.
  • Lassen sie sich nicht abwimmeln durch Vertragsbehandler der Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung oder Krankenkassen selbst – auch wenn man Ihnen vermittelt, es sei nicht Ihr Recht.
  • Nehmen Sie Kontakt auf mit den Psychotherapeuten, die im Kostenerstattungsverfahren arbeiten und fragen dort nach einem Termin.

Es ist leider ein sehr demütigender und entwürdigender Weg, der oft bis zur Erlangung einer angemessenen Behandlung gegangen werden muss. Psychotherapie war zu lange das Monopol der kassenärztlichen Vereinigung und auch heute noch ist sie bemüht, den Markt zu begrenzen und zu kontrollieren auf Kosten der Patienten. Dies geht bis weit in den Markt der Privatkrankenversicherung hinein da sich die Kassenärztliche Vereinigung als alleiniger Qualitätsprüfer darstellt und so ihr Monopol wahren will.

Wenn Sie mutig auf die Suche nach einer qualifizierten Behandlung gehen, müssen Sie leider einiges aushalten aber sei können so auch Ihre Interessen und Ihre Würde wahren lernen. Ich habe als Mitglied der Kammerversammlung vergeblich versucht, mehr Transparenz für die Patienten zu schaffen und die Psychotherapeutenkammer mehr in die Pflicht zu nehmen. Dies scheiterte leider am über alle Berufsverbände hinaus gehenden Widerstand anderer Kammerversammlungsmitglieder und Verbandsfunktionäre.

Aus diesem Grund bemühe ich mich jetzt auf juristischem Weg, endlich zumindest das völlig fehlerhafte System des "Psychinfo" zu modernisieren im Interesse einer besseren Versorgung.

Sie können sich jederzeit mit berechtigten Beschwerden in Bezug auf psychotherapeutische Versorgung durch psychologische Psychotherapeuten an die Psychotherapeutenkammer wenden – machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch!

Adresse: PsychotherapeutenkammerSchleswig-Holstein, Kiel

 

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Grauzone Psychotherapie - Ein Insider berichtet (23.04.2013)
   
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